Abstimmung über Bekenntnisbindung an vier katholischen Grundschulen in Paderborn

Kurze Beine, kurze Wege, 22.2.2016
(aktualisiert am 30.4.2016)

Update zum Artikel: Lediglich an einer der vier Schulen stimmte eine ausreichende Zahl an Eltern für die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule.
Nähere Informationen dazu finden sich hier.

In Paderborn startet am heutigen Montag an vier Katholischen Grundschulen die Abstimmung darüber, ob die Schulen in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden. Bislang sind 12 der 21 städtischen Grundschulen katholische Bekenntnisschulen, eine ist evangelisch.

Dechant Benedikt Fischer appelliert an die abstimmenden Eltern, gegen eine Umwandlung zu votieren:

„Eltern aber, die mehr wollen, die über den Religionsunterricht hinaus für ihr Kind eine religiöse Identitätsentwicklung und Schritte zur Beheimatung im Glauben wünschen, können dies nur an Bekenntnisschulen erwarten.“

Nun ist es allerdings so, dass die Stadt die Eltern gerade an diesen vier Schulen zur Abstimmung aufruft, weil hier schon seit Jahren weniger als 50% der Kinder dem katholischen Bekenntnis angehören. In der Tat, es gibt Eltern, die ihre Kinder gezielt an einer Bekenntnisgrundschule anmelden, auch wenn sie selbst nicht aktive Kirchenmitglieder sind. Es ist aber unzumutbar, dass jene Eltern, die an einer staatlichen Grundschule keine religiöse Erziehung und Unterrichtung im katholischen Bekenntnis wünschen, weite Wege auf sich nehmen müssen – das gilt für evangelische und muslimische Familien ebenso wie für bekenntnislose.

In diesem Sinne hoffen wir auf eine hohe Beteiligung an der Astimmung und darauf, dass alle vier Schulen in Gemeinschaftsgrundschulen umgewandelt werden.

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