„Im Alltag merkt man gar nichts vom Bekenntnis“

In Marl dürfen Eltern demnächst darüber abstimmen, dass ihre Schule das wird, was sie ohnehin nur dem Namen nach noch nicht ist: Eine Gemeinschaftsgrundschule für alle Kinder im Stadtteil. Die Schulpflegschaftsvorsitzende der Sinsener Haard-/Johannesschule erläutert die Konsequenzen einer Umwandlung der Schule, die bislang einen katholischen Teilstandort hat: „Die Schulleitung müsste nur bei der Anmeldung niemandem mehr erklären, dass wir eine Bekenntnisschule sind. Die meisten Eltern wissen das gar nicht“.

Die Schulverwaltung will nun auch an weiteren der insgesamt sechs katholischen Schulen Umwandlungsverfahren einleiten. Den Parteivertretern im Rat ist das aber offenbar unheimlich: „Außerdem müssten wir doch auch die Vertreter der Kirche dazu hören“, so der Vertreter der örtlichen CDU.

Die Schul- und Jugenddezernentin Dr. Barbara Duka sieht das anders, ihrer Ansicht nach sollte die Religionszugehörigkeit an den Schulen keine Rolle spielen. Zudem hat jede Umwandlung einen ganz unmittelbaren Vorteil: „Das würde die Besetzung von Rektorenstellen erleichtern.“

WAZ.de, 27.11.2015, Katholische Schulen auf dem Prüfstand

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