Kirchenpositionen

Informationen und Veröffentlichungen der Kirchen zum Thema Bekenntnisgrundschulen

Katholische Kirche

Webseite des Erzbistums Köln zu Bekenntnisschulen

Die Broschüre des Erzbistums mit dem Titel „Die katholische Bekenntnisschule in Nordrhein-Westfalen. Informationen zur Rechtslage und Argumentationshilfen“ stellt eine aufschlussreiche Lektüre dar. Unter anderem wird darin begründet, dass Schulleiter insbesondere bei muslimischen Kindern vor Aufnahme eine Gewissensprüfung vornehmen sollen, um die Ernsthaftigkeit des Aufnahmewunsches zu prüfen.

Haltung der Katholischen Kirche zum Thema Integration

Erzbischof Zollitsch fordert bessere Bildungschancen für Migrantenkinder (Interview 1/2011).

Deutsche Bischofskonferenz (2004): Integration fördern – Zusammenleben gestalten: Wort der Deutschen Bischöfe zur Integration von Migranten

Evangelische Kirche im Rheinland

Broschüre Religionsfreiheit gestalten, 2012, S. 18:

An Bekenntnisschulen oder Ersatzschulen in der Trägerschaft einer Religionsgemeinschaft stellt sich die Situation nicht immer einfacher dar. Zwar akzeptiert, wer sein Kind dort anmeldet, Schulprofil und Schulprogramm und damit auch die verpflichtende Teilnahme am Religionsunterricht. Wenn dann aber doch später eine Abmeldung gewünscht wird, steht ein Konflikt zwischen der Freiheit der Schule zur religiösen Profilierung und der Freiheit des Einzelnen zur Nichtteilnahme am Religionsunterricht im Raum. Nach den Schulgesetzen ist die Lage klar: Wer sich im Laufe der Zeit vom pädagogischen Programm der Schule abwendet und durch den Religionsunterricht eingeschränkt sieht, kann und muss die Schule wechseln. Dies ergibt sich aus dem Vertragsrecht und hat nichts mit der Gewährung von Religionsfreiheit zu tun. Die Öffentlichkeit reagiert aber oft anders, solidarisiert sich mit den Einzelpersonen und macht Stimmung gegen eine vorgeblich intolerante Kirche. Deutlich wird: In einem säkularisierten Umfeld wird eine öffentliche Rolle und ein klares Profil von Kirche leicht mit dem Hinweis auf eine einseitig negativ verstandene Religionsfreiheit abgelehnt.

s. auch Pressemitteilung Januar 2013, „Für ein konstruktives Mit- und Nebeneinander der Religionen“

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