Schließung einer katholischen Grundschule in Meerbusch

In Meerbuscher Stadtteil Osterath wird die städtische katholische Barbara-Gerretz-Grundschule geschlossen. Das hat die städtische Schulpolitk eigentlich schon lange geplant, da es in Osterath absehbar nicht genügend Kinder für drei Grundschulen gibt und die Barbara-Gerretz-Schule ohnehin nur noch als einzügige Schule geführt wurde. Ein Bürgerentscheid zum Erhalt der Schule scheiterte. Anschließend erklärte allerdings das Oberverwaltungsgericht den städtischen Schließungsbeschluss für rechtswidrig. Jetzt muss die Kommune die Schule schließen, da es nicht genügend Anmeldungen für die zukünftige erste Klasse gab.

Die Situation ist ohnehin kurios: Die katholische Schule bildet mit der ebenfalls einzügigen Erwin-Heerich-Gemeinschaftsgrundschule einen Grundschulverbund. Lehrkräfte und Schüler/innen arbeiten und lernen seit diesem Schuljahr unter einem Dach und in einem Gebäude. Es ist organisatorisch und aus Kostengründen äußerst sinnvoll, dass die Schule als eine gemeinsame Schule geführt wird. Dass in einer solchen Situation katholische Bekenntnisklassen gebildet werden, erscheint anachronistisch.

In der Rheinischen Post schreibt Sebastian Peters hierzu sehr treffend:

„Zusammenhalt, Nächstenliebe, Miteinander“ – das sind ja keine Werte, die eine katholische Schule exklusiv für sich reklamieren kann. Das wird auch an vielen städtischen Schulen gelehrt. Letztlich ist der entscheidende Unterschied der explizit katholische Religionsunterricht; und dieser wird offenbar nicht mehr so dringlich gewünscht, dass Eltern ihr Kind an eine katholischen Schule schicken. Als gläubiger Christ muss man dies bedauern, hilft aber nix.

Katholischen Religionsunterricht und katholische Gottesdienste gibt es natürlich auch dann noch, wenn die Schule keinen katholischen Teilstandort mehr hat. Was damit gemeint sein könnte, dass der Religionsunterricht an einer Bekenntnisschule explizit ist, wissen wir nicht.

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