Soest: Kein Vorzug mehr für katholische Kinder?

Die Überschrift des Artikels im Soester Anzeiger klingt aus Sicht der Initiative vielversprechend: „Kein Vorzug mehr für katholische Kinder“. Im Artikel liest man dann, dass das Schulamt offenbar die aktuell gültigen Aufnahmeregeln an Bekenntnisschulen bis vor kurzem nicht kannte. Erst der Hinweis einer Soester Bürgerin brachte Aufklärung, dass katholische Kinder bei der Aufnahme an den beiden katholischen Grundschulen des Ortes nicht bevorzugt aufgenommen werden dürfen. Schon im November 2013 hatte das Schulministerium in einem Runderlass alle Grundschulen des Landes angewiesen, „bekenntnisfremde“ Kinder bei der Aufnahme gleichzustellen, sofern die Eltern sich mit Erziehung und Unterrichtung im Bekenntnis einverstanden erklären.

Im Artikel heißt es weiter:

Aber nach wie vor gilt: Kinder, die an Patrokli oder Bruno angemeldet werden, müssen am Religionsunterricht teilnehmen. Nübel: „Die Eltern müssen ausdrücklich erklären, dass ihre Kinder im katholischen Glauben erzogen werden.“

Das bedeutet gleichzeitig: Evangelische und muslimische Kinder haben an diesen beiden Schulen kein Recht auf eigenen Religionsunterricht, und bekenntnislose Kinder verwirken im Zuge der Aufnahme an der Schule das Recht auf Abmeldung vom Religionsunterricht.

Man beurteile die Richtigkeit der Aussage aus der Überschrift selbst: Kein Vorzug mehr für katholische Kinder?

 

Der ganze Zeitungsartikel:

soester-anzeiger.de, 23.9.2014, Keine Vorzug mehr für katholische Kinder

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