Öffentliche Diskussionsveranstaltung: „Wieviel Religion verträgt die Schule?“

Bonn, 7.5.2017

Die taz nahm die aktuellen Diskussionen in Bonn über Ablehnungen von Kindern an öffentlichen Grundschulen aus religiösen Gründen zum Anlass, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema zu organisieren. Im Artikel Der Taufschein entscheidet berichtet die Zeitung über die lebhafte und konstruktive Auseinandersetzung.

Unter der Moderation von taz-Redakteur Volkan Ağar diskutierten:

  • Max Ehlers von der Initiative „Kurze Beine – kurze Wege“
  • Franz Klein, Vater, dessen Sohn von einer Bekenntnisschule nicht aufgenommen wurde
  • Susanne Fuchs-Mwakideu, Mutter deren Tochter von einer Bekenntnisschule nicht aufgenommen wurde
  • Andrea Gersch, katholisches Schulreferat des Erzbistums Köln
  • Markus Goller, Vater, der befürchtet, dass Religion an Gemeinschaftsschulen nicht ausreichend Platz findet. Interview in der taz mit Markus Goller

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Grundschule Hünsborn jetzt Gemeinschaftsgrundschule

Die bislang katholische Grundschule in Hünsborn ist künftig eine Gemeinschaftsgrundschule. Mit deutlicher Mehrheit sprachen sich die Eltern in der Abstimmung per Briefwahl für die Umwandlung aus. Eingeleitet worden war die Umleitung auf Antrag der CDU, um den Bewerberkreis für die Leitungsposition zu erhöhen. Die Rektorenstelle war schon seit drei Jahren nicht besetzt, ein Kandidat musste abgelehnt werden, weil er nicht katholisch war (wir berichteten).

Quelle

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Donald-Trump-Schule in Bad Dürkheim?

Bonn, 1.4.2017

Catholics first!

US-Präsident Donald Trumps Bildungsministerin Betsy DeVos interessiert sich für das Modell öffentlicher Konfessionsschulen, wie es in NRW praktiziert wird. Sie sucht nach Wegen, auch für die amerikanische Mittel- und Oberschicht den Besuch öffentlicher Schulen wieder attraktiver zu machen. Derzeit sind etwa 10% der Schulen Privatschulen, deren Besuch in der Regel einer zahlungskräftigen Klientel vorbehalten ist. Der Besuch einer Privatschule gilt als Zugangsvoraussetzung zu den Elite-Universitäten des Landes. In einem Interview mit dem Nachrichtensender Fox vom 31. März wird DeVos wie folgt zitiert: Weiterlesen

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Landtagswahl NRW 2017: Wahlprüfsteine staatliche Bekenntnisschulen

Zuletzt aktualisiert: 3.5.2017

Die folgenden Fragen hat die Initiative „Kurze Beine – kurze Wege“ an die Vorsitzenden aller Parteien mit realistischen Chancen auf Einzug in den Landtag NRW verschickt (SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke und AfD) verschickt. Die erhaltenen Antworten wurden auf dieser Seite in der Reihenfolge des Eingangs ummittelbar nach Erhalt veröffentlicht (nur die AFD hat nicht geantwortet).

Kurz-Zusammenfassung: Lediglich Die Grünen und die Linken sprechen sich klar für eine Umwandlung staatlicher Bekenntnisschulen in Gemeinschaftsgrundschulen aus. SPD und Grüne verweisen angesichts fehlender Mehrheiten für eine Verfassungsänderung darauf, dass sie das Schulgesetz in der zu Ende gehenden Legislaturperiode unter anderem zugunsten einer erleichterten Umwandlung geändert haben. 

Es lohnt sich übrigens, Kandidaten zum Thema zu befragen. Oft ist ihnen nicht bewusst, dass es in NRW noch Bekenntnisschulen in öffentlicher Trägerschaft gibt. Oder sie sprechen sich, wie in Bonn die Kandidaten von SPD, CDU und FDP, abweichend von ihrer Parteilinie klar gegen einen Fortbestand staatlicher Bekenntnisschulen aus.


Geantwortet haben: FDP, CDU, Die Linke, Grüne, SPD

  1. Hält Ihre Partei es für sinnvoll, dass Kinder an öffentlichen Grundschulen nach ihrer Religionszugehörigkeit getrennt werden?

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Umwandlung der KGS Broichweiden gescheitert

An der Katholischen Grundschule Schulstraße in Broichweiden (ein Stadtteil von Würselen) scheiterten Eltern mit dem Versuch, die Schule in eine Gemeinschaftsgrundschule umzuwandeln. Mehr als die Hälfte der Stimmen aller Eltern wäre nötig gewesen, tatsächlich sprachen sich nur 40% für die Umwandlung aus (immerhin 72% aller abgegebenen Stimmung waren also pro Gemeinschaftsschule). Das Anliegen der Befürworter einer Gemeinschaftsschule war nicht eine Abkehr von christlichen Werten und Gebräuchen. Vielmehr wollten sie sicherstellen, dass auch nach der Pensionierung der derzeitigen Schulleiterin in 2018 die Stelle der Schulleitung möglichst nahtlos besetzt werden kann. Weiterlesen

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CDU Telgte leistet zivilen Ungehorsam gegen Aufnahmepraxis an Bekenntnisschulen

„Dass die Kinder nach Konfession getrennt würden, könne niemand ernsthaft wollen und sei ein Schritt zurück ins vergangene Jahrhundert.“

Richtig, Herr Boge (CDU-Fraktionsvorsitzender in Telgte), sehen wir auch so! Dumm nur, dass die Trennung von Kindern an öffentlichen Grundschulen in NRW in der Landesverfassung verankert ist:

In Bekenntnisschulen werden Kinder des katholischen oder des evangelischen Glaubens oder einer anderen Religionsgemeinschaft nach den Grundsätzen des betreffenden Bekenntnisses unterrichtet und erzogen.

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Lügenpresse? Eher nicht, einfach bloß schlecht recherchiert.

„Der erbitterte Kampf um die perfekte Schule“, so titelte die WELT in einem Artikel ihrer Online-Ausgabe für NRW am 20.3.2017. Es geht darin auch um die Besonderheit der staatlichen Bekenntnisschulen in NRW. Der Autor Till-Reimer Stoldt schafft es, in diesem Artikel gleich mehrere gravierende Fehler unterzubringen.

In einem Absatz über die Aufnahmekriterien an staatlichen Bekenntnisschulen behauptet der Autor, dass es dem Leiter einer Grundschule völlig frei stehe, welche Kinder er aufnehme: „Er kann sogar auf alle Kriterien pfeifen und stattdessen losen.“ Die Gerichte in NRW haben aber unmissverständlich anders entschieden: Weiterlesen

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Bonner Grüne bekräftigen Forderung nach Ende der öffentlichen Bekenntnisschule in NRW

Bonn, 22.3.2017 (ergänzt am 23.3.)

Gemeinsam mit Stadtrat Tim Achtermeyer bekräftigt MdB Katja Dörner die bereits 2014 von den NRW-Grünen erhobene Forderung nach einer Verfassungsänderung, um zu verhindern, dass Nachbarskinder aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit nicht mehr auf die gleiche Schule gehen können:

„Das Beispiel Bonn zeigt, dass wir Wege finden müssen, die staatlichen Bekenntnisschulen in Gemeinschaftsschulen umzuwandeln – Grundschulen sollen Schulen für alle Kinder sein, egal welche Konfession.“

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Abstimmung über Bekenntnisbindung an allen drei KGS in Refrath

Kosten sparen durch Umwandlung I:

Der Schulausschuss in Refrath hat mit großer Mehrheit beschlossen, die Eltern über die konfessionelle Bindung aller drei dortigen Bekenntnisschulen abstimmen zu lassen. Wenn sie sich in der Abstimmung für eine Umwandlung entscheiden, spart die Stadt viel Geld. Weiterlesen

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Späte Einsicht: Kein Platz mehr für konfessionelle Bekenntnisschulen

„Liebe (katholische) Christen, in einem säkularen Staat ist kein Platz mehr für konfessionelle Bekenntnisschulen in staatlicher Trägerschaft.“

Die Aussage ist an sich nicht bemerkenswert. In Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz führte diese Erkenntnis bereits vor 50 Jahren zur Abschaffung dieser Schulart. Bemerkenswert ist aber, dass diese Woche die Führung der katholischen Kirche in Oberhausen so wiedergegeben wird (WAZ 11.2.2017, Katholiken-Spitze denkt an neue Wege zur Bekenntnisschule). Weiterlesen

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