St-Martini-Schule in Geldern ist jetzt Gemeinschaftsschule

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Herzlichen Glückwunsch!

Mit einem sensationellen Ergebnis haben sich die Eltern in Geldern für die Umwandlung der bisher katholischen Grundschule ausgesprochen: 142 Ja-Stimmen stand nur 1 Nein-Stimme und 2 ungültige Stimmen gegenüber. Nötig gewesen wären gerade einmal 87 Stimmen. Nun müssen noch der Rat der Stadt Geldern und die Bezirksregierung Düsseldorf formal das Ergebnis bestätigen, damit die Schule ab dem Schuljahr 2021/22 eine Gemeinschaftsgrundschule ist. Auslöser für die Umwandlung war, wie berichtet, der Wunsch der Eltern, dass die kommissarische Schulleiterin auch ohne den fehlenden katholischen Taufschein auch formal die Leitung der Schule übernehmen darf.

Quelle:
Sankt-Martini-Post Januar Februar 2021

Petition an den Landtag NRW

Hervorgehoben

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Berichterstattung über die Petition

Zeitungsartikel zum Thema aus jüngerer Zeit

Zahlreiche Zeitungsartikel aus ganz NRW und dem Oldenburger Land in Niedersachsen über Diskriminierung an staatlichen Bekenntnisschulen machen deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein strukturelles Problem, das politisch gelöst werden muss.

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Wir sind dankbar für jede Unterstützung beim Bewerben der Petition.

Petitions-Flyer
Vorschau, 2-seitig, Din A6

Hallo, wir freuen uns, wenn ihr mithelft, dieser Petition zum Erfolg zu verhelfen

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Und wieder ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit

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Die katholische Grundschule in Bornheim-Merten ist bald nicht mehr katholisch. So haben es die Eltern mit überwältigender Mehrheit entschieden. Der Grund ist nicht, dass die Eltern weniger religiös geworden sind. Es ändert sich auch nichts an der Schule in Zukunft, außer natürlich am Namen der Bildungsstätte. Im Gegenteil, die Eltern haben so entschieden, damit die Schulleiterin auch weiterhin Schulleiterin bleiben kann, obwohl sie nicht katholisch ist.

Aus dem gleichen Grund hat die Schulpflegschaft der St. Katharina-Grundschule in Heinsberg die Umwandlung ihrer Schule beantragt. Nach dem Ausscheiden der ehemaligen Rektorin wurde zwar eine neue Schulleiterin gefunden. Aber auch hier das gleiche Spiel: Wegen der falschen Konfession darf sie die Schulleitung nicht übernehmen.

Quellen:

Frust bei Eltern in Bocholt

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In Bocholt gibt es 10 Grundschulen. 7 davon sind katholisch.

Bei drei Grundschulen in Bocholt gab es in diesem Jahr einen Anmeldeüberhang, das heißt es gab mehr Anmeldungen als vorhandene Plätze. Die beiden katholischen Grundschulen mussten katholisch getaufte Kinder zuerst aufnehmen. Nicht-katholische Kinder wurden aufgrund dieses Kriteriums abgelehnt. Die normalerweise geltenden Auswahlkriterien, wie sie in der Ausbildungsordnung Grundschule vorgegeben sind, waren hier außer Kraft gesetzt (Geschwisterkind, Wohnortnähe, gemeinsamer Besuch eines Kindergartens in der Nähe…). Nur die Gemeinschaftsgrundschule konnte die Kinder nach diesen sinnvollen Kriterien aufnehmen – ohne nach dem Taufschein zu fragen.

Warum diese Kriterien nicht bei allen Grundschulen berücksichtigt werden, stößt bei vielen Eltern auf Unverständnis.

Quelle:

Bocholter-Borkener Volksblatt, 26.1.2021, Bocholter Grundschulen lehnen nicht-katholische Kinder ab (leider zahlungspflichtig)

Umwandlung aller katholischen Grundschulen in Lohne?

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Das niedersächsische Lohne hat 6 katholische Grundschulen. Oder anders ausgedrückt: Alle Grundschulen in Lohne sind katholisch. Nun ist Lohne traditionell durchaus sehr katholisch geprägt. Aber es ist nicht so, dass alle Kinder römisch-katholisch getauft wären. Keineswegs. Tatsächlich sind es noch gut 50%, Tendenz sinkend. Erfreulicherweise hat man sich darauf geeinigt, dass all diese Schulen Kinder aller Bekenntnisse in ihrem Einzugsbereich aufnehmen. Nun gilt in Niedersachsen – anders als in NRW – aber eine Regelung, wonach eine Abstimmung über die Bekenntnisbindung durchgeführt werden muss, wenn der Anteil bekenntnisfremder Kinder 30% erreicht. Diese Abstimmung soll an allen 6 Grundschulen im Schuljahr 2020/21 stattfinden.

An sich spricht alles dafür, die Schulen geschlossen umzuwandeln, damit alles so bleiben kann, wie es war. Durch die Elternabstimmung steht aber genau das auf der Kippe. Das Nachrichtenportal OM Online zitiert hierzu Wolfram Amelung, der sich lange Jahre mit einer Elterninitiative für die Umwandlung der Lohner Grundschulen einsetzte:

Andernorts habe man an öffentlichen Schulen längst darauf verzichtet, Schülerschaften zu unterscheiden. Er nennt Papenburg als Beispiel. Dort sei unter Einbeziehung der Schulleitungen, der Eltern und der Kirchen ein „Umwandlungsprozess aller Bekenntnisschulen unabhängig von der Konfessionsstruktur in der jeweiligen Schülerschaft aktiv umgesetzt“ worden. „Das ist von der Stadt Lohne als Schulträger der hiesigen Bekenntnisgrundschulen unverständlicherweise nicht gewollt.“

OM online, 2.2.2021, Bekenntnisschulen: Abstimmung erfolgt nach den Osterferien

Umwandlung der St.-Martini-Schule in Geldern in eine Gemeinschaftsgrundschule

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Bis zum 14.2.2021 läuft die Abstimmung über die Umwandlung der Katholischen Bekenntnisschule St.-Martini-Schule in Geldern in eine Gemeinschaftsgrundschule. Wir wünschen eine hohe Wahlbeteiligung und drücken die Daumen, dass die 87 Stimmen zusammenkommen, die für eine erfolgreiche Umwandlung benötigt werden. Im wesentlichen geht es den Initiatoren darum, dass die kommissarische Schulleitung auch offiziell Schulleiterin werden darf, obwohl sie nicht katholisch getauft ist. Im Elternbrief wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich am Namen und an der Ausrichtung der Schule überhaupt nichts ändern soll:

„Selbstverständlich bleibt der Name „Sankt-Martini-Schule“ bestehen. Auch die christliche Orientierung und die damit verbundenen Feste sowie die Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde in Veert bleiben von der Umwandlung unberührt.“

aus dem Elternbrief der Schule

Ratsmehrheit in Olpe legt die Hände in den Schoß

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In Olpe gibt es viel Aufregung um die Aufnahme von Kindern an Grundschulen (wir berichteten). 3 der 4 öffentlichen Grundschulen der Stadt sind katholisch. Dort werden zunächst nur die Anmeldungen katholisch getaufter Kinder berücksichtigt. Erst wenn es dann noch Plätze gibt, können auch andere Kinder ausgenommen werden. Das war in der Vergangenheit selten ein Problem, weil es genug Plätze gab. In diesem Jahr kam es aber zu Entscheidungen, die für die betroffenen Kinder und Familien nur als handfeste Diskriminierung empfunden werden konnten. Eine Petition sammelte fast 900 Unterschriften mit dem Ziel, eine weitere Grundschule in Olpe in eine Gemeinschaftsgrundschule umzuwandeln.

Die Ratsmehrheit lehnte nun einen Antrag der Grünen ab, ein Umwandlungverfahren anzustoßen, damit die Eltern an den Schulen über die Schulartänderung entscheiden können. Weil es in dieser Problematik vor Ort keine einfache Lösung gibt, bleibt also erst einmal alles so, wie es ist.

Weitere Informationen (leider hinter Bezahlschranke):
https://www.wp.de/staedte/kreis-olpe/olper-schulumwandlung-das-schafft-neue-probleme-id230236272.html

EILMELDUNG: Riesenerfolg für die Initiative zur Umwandlung von Bekenntnisschulen in Telgte

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Telgte, 6.5.2020

Herzlichen Glückwunsch nach Telgte!

Die Eltern in Telgte haben entschieden: 2 der 3 katholischen Bekenntnisschulen vor Ort werden in Gemeinschaftsgrundschulen umgewandelt! Auch an der dritten Schule sprachen sich zwar 73% der abgegebenen Stimmen für eine Umwandlung aus (77 Ja-Stimmen, 23 Nein-Stimmen), damit verpassten sie aber knapp und nur um 4 Stimmen die notwendige Mehrheit von 50% aller Wahlberechtigten. Einzig die St.-Christophorus-Schule in Westbevern bleibt daher katholisch, obwohl die Abstimmung auch hier deutlich gemacht hat, dass die Eltern sich etwas anderes für ihre Kinder wünschen. Immerhin gibt es einen Ratsbeschluss, wonach alle Westbeveraner Kinder in Westbevern beschult werden können – unabhängig von der Konfession.

Von Telgte geht damit ein starkes Signal aus, dass eine Trennung von Kindern nach Bekenntnissen an öffentlichen Schulen nicht mehr in unsere Zeit passt. Es wird Zeit, dass viele weitere Kommunen diesem Beispiel folgen, bis endlich auch in NRW die staatliche Bekenntnisschule aus der Verfassung gestrichen wird.

Weitere Informationen

Der Unterschied zwischen Gemeinschaftsschule und Bekenntnisschule

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Die WDR-Lokalzeit berichtete am 22.4. über die derzeit laufende Abstimmung über die Schulumwandlungen in Telgte (online verfügbar bis 29.4.). Dabei kommt auch ein Vater zu Wort, der sich für den Erhalt der katholischen Bekenntnisschulen einsetzt. Er möchte, dass seine Kinder auch in der Schule eine durch und durch katholische Erziehung genießen. Und sagt:

„Das ist ja genau der Unterschied zwischen der Gemeinschaftsschule und der Bekenntnisschule. An der Gemeinschaftsschule wird der Religionsunterricht als reine Wissensvermittlung gemacht, und in der Bekenntnisschule ist eben das ganze Schulleben durchdrungen von dem Glauben, einschließlich der christlichen Feste, Gottesdienstfeiern, und all das gehört dazu.“

Einspruch! Die Landesverfassung Nordrhein-Westfalen definiert die beiden Schularten wie folgt (Art. 12, Abs. 3):

In Gemeinschaftsschulen werden Kinder auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für die christlichen Bekenntnisse und für andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen gemeinsam unterrichtet und erzogen.

In Bekenntnisschulen werden Kinder des katholischen oder des evangelischen Glaubens oder einer anderen Religionsgemeinschaft nach den Grundsätzen des betreffenden Bekenntnisses unterrichtet und erzogen.

Der Religionsunterricht unterscheidet sich an beiden Schularten grundsätzlich nicht. Er wird in beiden Schulen als bekenntnisorientierter Unterricht erteilt. An Gemeinschaftsgrundschulen können nicht katholische Kinder allerdings nicht darauf verpflichtet werden, den katholischen Religionsunterricht zu besuchen. Christliche Feste können ausdrücklich hier wie dort gefeiert werden, und auch an Gemeinschaftsgrundschulen gibt es Schulgottesdienste. Man könnte einen Unterschied dahingehend konstruieren, dass an Gemeinschaftsschulen nicht der komplette Unterricht von religiöser Erziehung durchdrungen ist. In der Praxis ist das allerdings ohnehin an den wenigsten Bekenntnisschulen der Fall, der Schulalltag unterscheidet sich in der Regel nicht zwischen beiden Schularten. Hinzu kommt, dass es nicht gerade überzeugend ist, Nächstenliebe zu lehren und schon bei der Aufnahme an der Schule das Gegenteil zu praktizieren.